Interview mit Kirchenvorsteherin Stefanie Hölscher-Marx

Seit Juli 2017 wohnt Stefanie Hölscher-Marx mit ihrem Mann und ihren Söhnen Noah (8 Jahre) und Sven (ein Jahr) in Thüngen. Die gelernte Erzieherin ist 34 Jahre alt und man kann sie häufig beim Spaziergang mit Kinderwagen und Hund Argos im Dorf treffen. Als gebürtige Memmingerin freut sie sich, hier in Thüngen mit ihrer Familie ein schönes Zuhause gefunden zu haben und sich nun durch den Kirchenvorstand auch in der Kirchengemeinde einbringen zu können. Durch eine überraschende Berufung wurde Stefanie Hölscher-Marx nach der Kirchenvorstandswahl im Oktober 2018 Mitglied des Kirchenvorstands.

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ImBlick-Redaktion: Wie entstand der Kontakt zu Ihrer neuen Kirchengemeinde?

Hölscher-Marx: Der erste Kontakt zur Gemeinde entstand bei Schulgottesdiensten meines Sohnes Noah und bei besonderen Gottesdiensten zu Kirchweih oder an Heilig Abend. Hierbei habe ich mich in der herzlichen Atmosphäre sehr wohl gefühlt und mich in den Predigten von Pfarrer Schneider gut wiedergefunden. Daher war es meinem Mann und mir auch ein großes Anliegen, dass unser Sohn Sven im Hauptgottesdienst von Pfarrer Schneider getauft wird. Der Taufgottesdienst war für uns sehr bewegend und einfach wunderschön. Unser Gedanke, dass Sven durch die Taufe auch Teil dieser Kirchengemeinde wird, in der er aufwachsen und seinen Platz finden soll, wurde durch die Taufe im Hauptgottesdienst gut abgebildet. Was wir zuvor im Taufgespräch besprochen hatten, fand Eingang in die Gestaltung des Gottesdienstes und in der Predigt. Es war für meine Familie und mich ein sehr persönliches und bewegendes Erlebnis. Die Taufe hat uns unsere neue Kirchengemeinde nochmal näher gebracht.

Wie war Ihre Reaktion auf die Berufung in den Kirchenvorstand?

Hölscher-Marx: Anfangs war ich überrascht. Ich kannte die Arbeit eines Kirchenvorstandes aus meiner früheren Tätigkeit als Leitung eines evangelischen Kindergartens in meinem damaligen Wohnort, hätte es mir aber selbst nicht zugetraut, mich aktiv als Kirchenvorstandsmitglied zu engagieren. Umso mehr freute ich mich, als Pfarrer Schneider mich anrief und fragte, ob ich es mir vorstellen könnte, hier in Thüngen in den Kirchenvorstand zu kommen. Es war sehr überraschend.

Bei der ersten Sitzung lernte ich dann auch die anderen Kirchenvorstandsmitglieder kennen und wir tauschten uns bereits über mögliche Ziele und Vorstellungen aus. Ich finde es schön, so viele verschiedene Persönlichkeiten im Kirchenvorstand zu haben und bin mir sicher, dass es eine sehr vielseitige und effektive Zusammenarbeit wird.

Was sind Ihre Wünsche, Ziele und Vorstellungen für die Kirchenvorstandsarbeit?

Hölscher-Marx: Ich würde mich freuen, wenn wir es schaffen könnten, mit den Gottesdiensten und dem Gemeindeleben auch junge Familien und die Jugend besser zu erreichen und für sie einladender zu werden. Dazu könnte man z.B. besondere Thementage veranstalten, beispielsweise ein Treffen aller Familien, deren Kinder in einem bestimmten Zeitraum getauft wurden, oder ein Konzert junger Musiker mit einem Gottesdienst verbinden. Ich freue mich jedenfalls auf eine spannende und ereignisreiche Zeit! 

Welche Bedeutung hat der christliche Glaube in Ihrem Leben?

Hölscher-Marx: Für mich persönlich bedeutet der christliche Glaube Halt, Sicherheit und Hoffnung. Durch schwere Zeiten, die ich erleben musste, hat mir der Glaube geholfen, nicht aufzugeben, nach vorne zu sehen und darauf zu vertrauen, dass sich eine Situation löst und ich behütet bleibe.

In unserem Familienalltag bedeutet der Glaube aber auch Gemeinsamkeit. Es sind wichtige und liebgewonnene Rituale, wenn ich z.B. abends vor dem Schlafen mit meinen Jungs bete. Durch den Glauben kann ich meinen Kindern auch Werte wie Hilfsbereitschaft und Respekt mitgeben, die ich in unserer Gesellschaft sehr wichtig finde.